Wenn ein niederösterreichischer Jungbauer seine Ideen umsetzen darf passiert es schon mal, daß die erste Reisernte Sankt Pöltens eingefahren wird. So geschehen Ende Oktober dieses Jahres, als Jakob Winter die Früchte seiner Experimente vom heimischen Acker holte.

Der „WinterReis“, so der Name der neu erfundenen Marke, hat schnell seine ersten Fans gefunden. Regionale Produkte sind schließlich im Trend.

Und wie schmeckt der Reis von den Feldern im Süden St. Pöltens? Diese Frage hat sich auch Martin Peutz gestellt, Schüler an der HLF Krems und neugieriger Jungkoch. So kam es zur Erstverkochung des WinterReis in der privaten Experimentierzone – andern auch bekannt unter der Bezeichnung Küche – in Krems. Der Reis wurde mit Fisch kombiniert – natürlich nicht irgendeiner – sondern ein frischer Hecht aus dem Mondsee wurde organisiert. Also heimischer Reis und heimischer Fisch. Weil aber die beteiligten jung sind und junge Menschen Burger lieben gab es eben – Burger!

Und da kommt die Raffinesse ins Spiel, anstatt labrige Brothälften zu verwenden wurden mit geschickten Händen und ein paar Tricks aus dem gekochten Reis Ober- und Unterteile geformt. Der Hecht wurde klein geschnetzelt und als Burger-Patty angebraten. Natürlich alles ordentlich gewürzt und abgeschmeckt. Die Sauce wurde mit Bestandteilen der diesjährigen Pilzernte verfeinert, gebratene Cocktailparadeiser und Zwiebelsauce waren der rote Kontrapunkt der Kreation.

So etwas kommt also heraus, wenn man Jungbauern und Jungköche austoben läßt: witzige  kulinarische Erfindungen aus regionalen Produkten. So wird aus einer Idee eines Bauerns mit dem Geschick eines Koches etwas ganz Neues, Mutiges und auch sehr Gutes!

WinterReis Fischburger
Jakob Winter und Martin Peutz bei der Erstverkochung
Neu in in der Küche: WinterReis am Kochplatz
Frische, regionale Zutaten sind Voraussetzung für ein gutes Gelingen
In den Pfännchen bruzzelt es ...
Schicht um Schicht wächst der Burger
Der fertige WinterReis Fischburger.